Wie viel Zeit Jugendliche mit Videospielen verbringen, reicht allein nicht aus, um beurteilen zu können, ob Gaming mit kognitiven Schwierigkeiten verbunden ist. Eine neue Studie mit mehreren tausend Jugendlichen zeigt vielmehr, dass Spielzeit und Symptome einer Internet-Gaming-Störung in gegensätzlicher Weise mit der kognitiven Leistungsfähigkeit zusammenhängen.
Haupterkenntnisse:
- IGD (Internet Gaming Disorder) und Spielzeit weisen unabhängige, gegensätzliche kognitive Zusammenhänge auf.
- IGD geht durchweg mit einer geringeren kognitiven Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen einher.
- Umgekehrt steht die Spielzeit in einem positiven Zusammenhang mit mehreren kognitiven Fähigkeiten.
- Strategie- und Rollenspiele stehen mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit in Verbindung, Shooter hingegen mit IGD.
- Die Zusammenfassung von Spielen nach Genres verschleiert spezifische kognitive Zusammenhänge.