„Das nachhaltige Jugendzentrum/ die nachhaltige Mobile Jugendarbeit“

Implementierung der SDGs und der Youth Goals in der Offenen Jugendarbeit

Eine von bOJA im Februar/März 2020 durchgeführte Umfrage zu Nachhaltigkeit und den SDGs ergab, dass die SDGs den Fachkräften der Offenen Jugendarbeit in Österreich oftmals wenig bekannt sind. Auch das Thema Nachhaltigkeit wird bisher eher einseitig bearbeitet. Dennoch sind die Fachkräfte sehr interessiert an einem breiteren Verständnis von Nachhaltigkeit, wie es in den SDGs und Youth Goals steckt.


Dieses neue Projekt sieht eine Implementierung der SDGs und der European Youth Goals im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit vor. In einem partizipativen Prozess unter Einbindung ausgewählter Vereine der Offenen Jugendarbeit, Expert_innen im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung, sowie Partner_innen aus Landesverwaltung, Ministerien, Gemeinde- und Städtebund und indirekt auch der jugendlichen Nutzer_innen, werden Maßnahmen gesetzt, die zu einem Capacity Building zu den SDGs und Youth Goals in der Offenen Jugendarbeit führen. Die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit werden motiviert nachhaltige Aktivitäten sowohl auf Organisationsstrukturebene als auch auf Angebotsebene für Jugendliche zu setzen.


Das für 2 Jahre angelegte Projekt wird in 4 Phasen stattfinden:

Projektphasen Nachhaltigkeit in der OJA

Die erste Phase war der Recherche und dem Austausch aktuell bestehender Konzepte, Leitlinien und Aktivitäten zum Globalen Lernen, der SDGs, Nachhaltigkeit, Klimagerechtigkeit, Youth Goals, etc. gewidmet. Es fanden bereits mehrere Expert_innengespräche bzw. Vernetzungstreffen mit jungen Aktivist_innen aus Österreich und des globalen Südens statt.

 

Meetin_Zoom_Globaler_Sueden

 

In der jetzt laufenden und zweiten Phase werden Fachkräfte der Offenen Jugendarbeit fachlich angeleitet einen Organisationsleitfaden für die Offene Jugendarbeit zu erstellen. Digitale sowie Gender Aspekte  werden in dieser Phase als zentrale Querschnittthemen der Offenen Jugendarbeit eine wesentliche Rolle spielen. Ein von bOJA entwickeltes Partizipationstool einblick.boja.at wird in Phase 2 dafür sorgen, dass auch die Stimmen der jugendlichen Nutzer_innen Platz bekommen und auch weiterführend genutzt werden können, z.B. für den Europäischen Jugenddialog.

In Phase drei wird der Leitfaden bundesweit an die Praktiker_innen und relevante Partner_innen gebracht. Dazu werden neben Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, Workshops angeboten, die die Inhalte des Leitfadens vertiefen sollen. Außerdem wird ein intersektorales österreichweites Netzwerk zur nachhaltigen Offenen Jugendarbeit gegründet und digital verfügbare Materialien, Tools und Informationen aufbereitet und zur Verfügung gestellt.

Phase vier sieht eine Kleinprojektförderung vor, die es den Vereinen der Offenen Jugendarbeit erlaubt, selbst Maßnahmen zu entwickeln und sich dabei im Rahmen von Ideenschmieden fachlich unterstützen zu lassen. Die Maßnahmen, die in dieser Phase entstehen, werden im Rahmen einer Veranstaltung sichtbar gemacht.


Projektziele

  1. Implementierung der SDGs in Kombination mit den European Youth Goals in den Organisationen der Offenen Jugendarbeit in Österreich
  2. Förderung eines nachhaltigen Lebensstils und Verständnisses von globalen Zusammenhängen von jugendlichen Nutzer_innen der Offenen Jugendarbeit
  3. Capacity Building im Handlungsfeld der Offenen Jugendarbeit zu den Themen Nachhaltigkeit und Globales Lernen
  4. Vernetzung und Austausch von Good Practice zum Thema Nachhaltigkeit und Globales Lernen in der Offenen Jugendarbeit
  5. Förderung der bereichs- und berufsgruppenübergreifenden Vernetzung zwischen Umweltbildung und Jugendarbeit
  6. Förderung von Maßnahmenentwicklungen zu Nachhaltigkeit und Globalem Lernen in der Offenen Jugendarbeit

Ein intersektoral zusammengesetzter Projektbeirat, bestehend aus Vertreter_innen von Jugend-, Umwelt-, Gesundheits-, sowie Frauenministerium, Länderverwaltung (Landesjugendfachstellen), Gemeinde- und Städtebund sorgt für die Steuerung, das Monitoring und vor allem für die Nachhaltigkeit der Projektmaßnahmen.  Nach Projektende werden die Ergebnisse, wie der Leitfaden, sonstige Handlungsanleitungen, Workshopkonzepte, digitale Tools, sowie das Netzwerk in den Regelbetrieb der Offenen Jugendarbeit implementiert.


Die Projektlaufzeit beträgt 2 Jahre, von November 2020 bis Oktober 2022. Gefördert wird das Projekt von der Austrian Development Agency (ADA).


Weitere Informationen, Workshops und Ideen:

ADA