Neue Arbeit – neue Kultur. Projekte und Programme zur Jugendbeschäftigung: österreichische und internationale Good Practices

 

Wenn sich in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik die Frage nach dem Umgang mit bildungs- und arbeitsmarktfernen Jugendlichen stellt, dann fällt allen als erstes "Qualifizierung" ein. Als zweites dann „Arbeitsprojekte“, in denen diese Jugendlichen innerhalb weniger Monate sich wiederum einschlägige Qualifikationen und arbeitsmarktkonformeKulturtechniken – Arbeitsdisziplin, Zeitmanagement, Umgangsformen in der Arbeitswelt – aneignen sollen. Es sind dies die Projekte des so genannten zweiten Arbeitsmarkts. Sie verstehen sich als funktionale Brücken hinüber zum ersten Arbeitsmarkt. Da sich aber in unserer Gesellschaft Arbeitslosigkeit strukturell verfestigt hat – das heißt: keine Vollbeschäftigung mehr zu erwarten ist –, bringen solche Maßnahmen zwar Verbesserungen, stellen aber keine flächendeckende Lösung dar. Die Herausforderung ist daher die Suche nach Beschäftigungsmodellen, die arbeitsmarktfernen Jugendlichen eine langfristige und sinnvolle Tätigkeit ermöglichen, ohne dass das primäre Ziel ihre Qualifizierung zwecks Überführung in den ersten Arbeitsmarkt ist.

 

Quelle: Einleitung

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