Literaturtipps 2016

Jugend und Ernährung Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung

Dr. Rainer Wild-Stiftung (Hg.), 2016, Heidelberg

Kein Kind mehr und auch noch nicht erwachsen: Die Phase der Jugend ist eine Zeit des Übergangs, die geprägt ist durch körperliche, soziale und psychische Veränderungsprozesse. In diesem Lebensabschnitt kommt der Ernährung eine besondere Bedeutung zu. Viele Jugendliche grenzen sich durch ihren Ernährungsstil von anderen Altersgruppen ab und pendeln zwischen Eigenverantwortung, Peergroup und dem Wunsch, in Schule und Familie versorgt zu werden. Zugleich prägen Jugend(ess)kulturen in zunehmendem Maße die Welt der Erwachsenen. Dieser Band greift das Thema Jugend und Ernährung auf und regt dazu an, sich intensiver mit Jugendlichen im Allgemeinen und ihrem Ernährungsverhalten im Besonderen auseinanderzusetzen – auch über den physiologischen Bedarf hinaus.

Leitfaden für Fachkräfte und Ehrenamtliche: Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen

Dima Zito und Ernest Martin, 2016, Beltz Juventa

Die Flüchtlingszahlen weltweit sind auf einem historischen Höchststand. Und immer mehr professionelle und ehrenamtliche Helfer_innen sind direkt mit Flüchtlingen konfrontiert. Ein großer Teil der Flüchtlinge ist durch Kriegs- und Gewalterlebnisse in den Herkunftsländern und auf der Flucht traumatisiert. Was bedeutet das für die Arbeit mit den Betroffenen? Dieser Leitfaden vermittelt Grundkenntnisse zur Situation von Flüchtlingen, zur Entstehung und der Symptomatik von „Traumafolgestörungen“ und zum Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen. Anhand traumapädagogischer Leitlinien reflektiert das Buch, wie man im beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag mit Flüchtlingen stabilisierend und ressourcenorientiert wirken kann. Abschließend geht es um Selbstfürsorge und den Schutz vor Sekundärtraumatisierungen.

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