Literaturtipps 2013

Aktuelle Leitbegriffe der Sozialen Arbeit Band I und II

Bakic, Josef / Diebäcker, Marc /Hammer, Elisabeth (Hg.), 2013, Wien, Löcker Verlag

Ein kritisches Handbuch muss nach Meinung der HerausgeberInnen die gegenwärtigen Verhältnisse auf aktuelle Entwicklungen Sozialer Arbeit beziehen, verdeckte Widersprüche der herrschenden Ordnung sichtbar machen und alternative Deutungen anbieten. Eine solche skeptische Perspektive reflektiert gesellschaftliche und politische Konflikte, versucht die strukturierenden Bedingungen Sozialer Arbeit zu benennen, zweifelt politische und fachliche Programme dort an, wo sie zu fraglosen, scheinbar unantastbaren Selbstverständlichkeiten werden, und legt den Blick auf die konkreten Praxen in Forschung, Lehre und Handlungsfeldern. Dies haben die AutorInnen nun zum zweiten Mal getan und präsentieren eine Überarbeitung des ersten Teils sowie einen brandneuen 2. Teil der Aktuellen Leitbegriffe Sozialer Arbeit.

Handbuch Offene Jugendarbeit.

Ulrich Deinet / Benedikt Sturzenhecker (Hg.), 2013, Münster, Votum Verlag

Dieses Buch, welches das Wissen von über 70 Expertinnen und Experten zusammenfasst, richtet sich an die Praxis der offenen Jugendarbeit. Der Alltag dieses Handlungsfelds, Zielgruppenanalysen, Konzepte und Methoden werden beleuchtet und tragen so zu einem besseren Verständnis des Arbeitsbereichs Offene Jugendarbeit bei. Perspektiven für eine weiterführende Entwicklung und Qualitätssicherung werden thematisiert mit dem Ziel der Stärkung der Jugendarbeit.

Innovative Offene Jugendarbeit: Bausteine und Perspektiven einer sozialräumlichen Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Deinet, Ulrich, 2013, Opladen, Verlag Barbara Budrich

Die neue Publikation: "Innovative Offene Jugendarbeit - Bausteine und Perspektiven einer sozialräumlichen Offenen Kinder- und Jugendarbeit" von Prof. Ulrich Deinet ist am Markt und diskutiert die Kooperationsformen zwischen Jugendarbeit und Schule. Vor dem Hintergrund des Ausbaus der Ganztagsschule in ganz Deutschland, demographischer Veränderungen und der Bedeutung der neuen, virtuellen Räume der Jugendlichen steht die Offene Kinder- und Jugendarbeit vor großen Herausforderungen. Der Autor beschäftigt sich mit konzeptionellen Antworten und innovativen Praxen moderner Kinder- und Jugendarbeit und versucht Tendenzen aufzuzeigen und Orientierungen zu geben. Es geht u.a. um Methoden der Konzeptentwicklung (Erkundung virtueller Räume von Jugendlichen, Zeitbudget usw.) sowie Methoden der Qualitätsentwicklung. Neue Kooperationsformen zwischen Jugendarbeit und Schule werden ebenso thematisiert wie die Frage, wie sich OKJA in den entstehenden Bildungslandschaften einbringen kann. Ein Buch für alle, die sich mit der Entwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit beschäftigen.

jugendarbeit: wirkt - Versuch einer interdisziplinären Auseinandersetzung

Land Steiermark - A6 Bildung und Gesellschaft; FA Gesellschaft und Diversität – Referat Jugend (Hg.), 2013, 1. Auflage, Graz, Verlag Jugendarbeit und Jugendpolitik

Jugendarbeit steht unter einem verschärften Legitimationsdruck. Wie selten zuvor muss sie ihre Berechtigung und ihren Nutzen behaupten und beides mit Daten und Fakten nachweisen sowie kritischem Hinterfragen standhalten. Die vorliegende Publikation bündelt aktuelle Aspekte und Ergebnisse von Wirkungsorientierung und Qualitätsentwicklung und bietet hierdurch eine Basis für die fachwissenschaftliche Diskussion zum Stellenwert und zu Entwicklungschancen dieses sozialpädagogischen Handlungsfeldes. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Jugendarbeit wie auch für jugendpolitische Entscheidungsträgerinnen und -träger behandelt diese Publikation wichtige Wirkungsbefunde aus unterschiedlichen Feldern der Jugendarbeit. Kostenlose Bestellung: office@beteiligung.st Die Publikation ist auf der Homepage des Steirischen Dachverbands der Offenen Jugendarbeit auch downloadbar.

Performer, Styler, Egoisten - Über eine Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben

Heinzlmaier, Bernhard, 2013, Berlin, Verlag des Archivs der Jugendkulturen

Dass es hier systemkritisch zur Sache geht, wird schon im Vorwort klar, wenn Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier über die "neue Elite der Ungebildeten" schreibt: "Gut ausgebildete kalte TechnokratInnen, dazu erzogen, ihre Projekte voranzutreiben, ohne dabei an die gesellschaftlichen Folgen zu denken, sollen den noch verbliebenen Rest der humanistischen Eliten ersetzen." Kritische Reflexionen, schreibt er, seien nicht mehr gefragt. Sein neues Buch Performer, Styler, Egoisten ist aber mehr als ein Substrat der Studien, die das von ihm mitgegründete Institut für Jugendkulturforschung im letzten Jahrzehnt erstellt hat. Es geht um eine "Jugend, der die Alten die Ideale abgewöhnt haben", und es ist eine Streitschrift gegen die "Verdummungstendenzen" des Neoliberalismus. (Quelle: derstandard.at)

Was allen gehört. Commons - Neue Perspektiven in der Armutsbekämpfung

Die Armutskonferenz (Hg.), 2013, Wien, Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes GesmbH

Was sind Commons und was haben sie mit Armutsbekämpfung zu tun? Aufbauend auf den Arbeiten der Wirtschaftsnobelpreisträgerin Elinor Ostrom wird im vorliegenden Buch die Bedeutung der gemeinschaftlichen Organisation von Gemein- und Allmendegütern für gerechtere Gesellschaften, bessere Verteilung und mehr Teilhabe untersucht. Gebrauchen, Zusammenarbeiten, Teilen und Beitragen – das sind die zentralen Commons-Prinzipien. Es geht darum, gemeinsam Ressourcen zu nutzen und zu pflegen, Regeln auszuhandeln, sich die Welt anzueignen, ohne sie in Besitz zu nehmen. Commons eröffnen einen Perspektivenwechsel, der neue Lösungen möglich macht.

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