App-Studie YLVI

Smartphone-Nutzung: App-Studie YLVI

Eine Studie der TU Wien und der AK Niederösterreich erforschte 2017/2018 das Smartphone-Nutzungsverhalten und dessen Auswirkungen auf Arbeit und Wohlbefinden der teilnehmenden Arbeitnehmer_innen.

 

  • Die wichtigsten Ergebnisse der Studie sind in diesem kurzen Video zusammengefasst

  • Hier findest du eine Liste an Regeln, die im Umgang mit dem Smartphone helfen können (Quelle: NÖGKK): Familienregeln (PDF)
Bild: Effectiveness of active school transport interventions

STUDIE: "Effectiveness of active school transport interventions"

Schüler und Schülerinnen bewegen sich immer weniger aktiv in ihre Bildungseinrichtungen. Wenig überraschend zeigt sich, wie positiv Radfahren, Zufußgehen oder ähnliches auf die Gesundheit junger Menschen wirkt.

 

In den USA haben mehrere Einrichtungen daher Interventionen durchgeführt, die darauf fokussierten, den Schulweg sicherer zu gestalten und die Schüler_innen zu einem aktiverem Verhalten zu motivieren.

Diese Studie hat sämtliche Interventionen und ihre Auswirkungen untersucht:

Bild: Mädchen am Fahrrad

Kinder & Jugendliche im Verkehr - Studienergebnisse

 

Der Verein VCÖ - Mobilität mit Zukunft berichtet, dass nach wie vor hunderte Kinder und Jugendliche in Österreich in Verkehrunfälle verwickelt sind - damit wird die europaweite Todesursache Nr. 1 hervorgehoben.

 

Dies bestätigt auch eine Analyse der "Global Burden of Disease Study 2016".
In dieser systematischen Übersichtsarbeit haben die Autoren die häufigsten Todesursachen bei Kindern im Alter von 5-14 Jahren in Europa anhand der "Global Burden of Disease"-Studie analysiert. (die Studie beschäftigte sich mit der Verteilung von Todesursachen 5-14 Jähriger und verglich die Raten von 1990 und 2016.)
Verkehrsunfälle sind nach wie vor die häufigste Todesursache. Auch in Österreich. Dabei hat sich gezeigt, dass rund 80 Prozent der Verkehrsunfälle mit Kindern nicht am Schulweg, sondern in der Freizeit passieren.

Insbesondere junge Menschen zeigen ein hohes Mobilitätsverhalten (Fahrrad, Öffentliche Verkehrsmittel...). Jugendliche in die Verkehrsplanung einzubeziehen macht daher Sinn.

  • „Jugend-Stil in die Verkehrsplanung“ - die erste interdisziplinär erstellte Studie zum Thema Jugendmobilität in Österreich - beschäftigte sich bereits vor Jahren mit der Einbindung Jugendlicher in die Verkehrsplanung. Die Studie beinhaltet sowohl die Expertise von Verkehrsplanenden als auch jene von Fachleuten aus dem Umwelt- und Jugendbereich und natürlch von Jugendlichen.

  • Mit „Let’s go solar“ (Offenen Jugendarbeit Dornbirn) startete erstmals ein Projekt zur Sensibilisierung junger Menschen für Umweltthemen. Das Alleinstellungsmerkmal in diesem Bereich ist der Zugang zur Zielgruppe über ihren kulturellen Hintergrund mit der Methode der Partizipation. Ziel des Solarprojekts: Bewusstsein für ressourcenschonenden Individualverkehr schaffen.

  • Mit dem klimaaktiv mobil Jugendprogramm wird eine unabhängige und klimafreundliche Mobilität von jungen Menschen unterstützt. Jugendorganisationen, die hier aktiv werden, erhalten finanzielle Zuschüsse für ihr Jugendprojekt.
Gesundheitsbezogenes Verhalten von in Österreich lebenden Jugendlichen im NEET-Status

Gesundheitsbezogenes Verhalten von in Österreich lebenden Jugendlichen im NEET-Status

Jugendliche im NEET-Status* zählen häufig zu sozial benachteiligten und/oder bildungsfernen Bevölkerungsgruppen und sind vermehrt von sozialer Ausgrenzung sowie gesundheitlicher Chancenungleichheit betroffen. Da es nur limitierte Daten zum Gesundheitverhalten dieser Jugendlicher gibt, wurden Daten von in Österreich lebenden Jugendlichen im NEET-Status mit jenen der Schüler_innen der WHO-HBSC-Studie** und den österreichischen Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung verglichen.


Die detaillierten Ergebnisse haben die Autorinnen (Elisabeth Höld, Claudia Winkler, Anita Kidritsch, Petra Rust) in einem Artikel der Fachzeitschrift ERNÄHRUNGS UMSCHAU veröffentlicht.
Der Artikel ist kostenpflichtig, eine "open access" Version (Englisch) erscheint in Kürze.

Die Studie zeigt u.a.:

Jugendliche im NEET-Status...

  • ...weisen ein weniger bedarfsgerechtes Ernährungsverhalten auf als Schüler_innen der WHO-HBSC-Studie - etwa konsumieren sie seltener Obst und Gemüse und häufiger Fast Food als die altersentsprechende Kohorte der WHO-HBSC-Studie
  • ...sind 10-mal häufiger von starkem Übergewicht betroffen


Diese Ergebnisse unterstreichen die problematischen Wechselwirkungen von sozioökonomischen Nachteilen und Gesundheit bereits im Jugendalter.

 

Um diese Einflussfaktoren zu minimieren, bedarf es zielgruppengerechter Strategien, welche die Gesundheitskompetenz der Jugendlichen stärken und einen Beitrag dazu leisten, den Teufelskreis der sozialen Benachteiligung über Generationen zu unterbrechen. Das Setting außerschulische Jugendarbeit stellt dabei eine hervorragende Möglichkeit dar.

Das bundesweite Netzwerk Offene Jugendarbeit setzt mit seinem Projekt Gesundheitskompetenz in der Offenen Jugendarbeit - Gesundheitskompetente Offene Jugendarbeit in kommunalen Settings genau da an.


*NEET steht für "not in employment, education or training"

**Die Health Behaviour in School-aged Children Study (HBSC-Studie) ist die größte europäische Kinder- und Jugendgesundheitsstudie, sie erhebt seit 1986 Daten zu Gesundheit und Gesundheitsverhalten von Schüler_innen in Europa, Israel und Kanada.
Nähere Infos siehe im Kasten rechts>>>>>>>>>>

Bild zu Review

STUDIE: Selbstregulatorische Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen

In diesem systematischen Review wurden die Ergebnissen randomisiert kontrollierter Studien untersucht, die Maßnahmen zur Stärkung der Selbstregulationsfähigkeiten von Kindern und Jugendlichen untersucht haben. In der Psychologie versteht man unter Selbstregulation die Fähigkeit, das eigene Verhalten in Hinblick auf Erwartungen und Ziele zu steuern. Synonym wird oft der Begriff Selbstkontrolle verwendet.

Die ca. 23.000 Teilnehmer_innen waren zwischen zwei und 17 Jahre alt. Ein Drittel stammte aus sozial schwachen Familien.

 

Die meisten der untersuchten Maßnahmen fanden im Setting Kindergarten und Schule statt (Details dazu im Supplement).

Die am häufigsten gemessenen Outcome-Variablen waren schulische Kompetenzen, Konsum von legalen oder illegalen Drogen, soziale Kompetenzen und Verhaltensprobleme.

Zwei Drittel der untersuchten Maßnahmen zeigten signifikante Wirkungen. Das Alter der Teilnehmer_innen beeinflusste den Erfolg der Maßnahmen nicht. Auch bei Kindern/Jugendlichen aus sozial schwachen Familien waren die Maßnahmen häufig erfolgreich, obwohl bei diesen eine Steigerung der schulischen Kompetenzen schwerer zu erzielen war als bei privilegierteren Gleichaltrigen.

 

Die aktuelle Studie von Anuja Pandey et al. ist in englischer Sprache verfügbar und kann hier nachgelesen werden:
Effectiveness of Universal Self-regulation–Based Interventions in Children and AdolescentsA Systematic Review and Meta-analysis (PDF)

Bild: A Meta-Analysis of Follow-Up Effects

STUDIE: Wie Soziales Emotionales Lernen die Entwicklung Jugendlicher positiv beeinflusst

Soziales Emotionales Lernen (SEL) hilft Kindern und Jugendlichen, ihre Emotionen zu erkennen, zu verstehen und Empathie zu empfinden. Es lehrt sie Entscheidungen zu treffen und Beziehungen nicht nur aufzubauen sondern sie auch zu pflegen. SEL-Programm können sich direkt auf die psychische Gesundheit, soziale Kompetenz und den akademischen Erfolg auswirken.

Soziales Emotionales Lernen (SEL) ist ein Lehransatz, der Lehrkräften einen Rahmen bietet, in dem das soziale, emotionale und akademische Wesen eines Individuums nachhaltig gefördert wird, sodass die Schüler_innen ein eigenständiges Bewusstsein für die Konsequenzen, die ihr Handeln auf die Umwelt hat, entwicklen können.


META-ANALYSE:
"Promoting Positive Youth Development Through School-Based Social and Emotional Learning Interventions"


Diese im Juli 2017 veröffentlichte Meta-Analyse - durchgeführt an über 80 Schulen - zeigt, dass sich SEL-Interventionen in der Schule auch noch Monate bis Jahre im Nachhinein positiv auf die betroffenen Student_innen auswirken.

Die aktuelle Studie von Rebecca D. Tylor et al. ist in englischer Sprache verfügbar und kann nachgelesen hier werden: A Meta-Analysis of Follow-Up Effects (PDF)

Link: studie-jugend-digitale-medien

Studie: Jugend & digitale Medien

Das Institut für Jugendkulturforschung hat 300 bildungsnahe „Digital Natives“ im Alter von 16 bis 24 Jahren zu ihrer digitalen Kommunikation befragt. Die Studie zeigt: Soziale Medien sind aus den jugendkulturellen Lebenswelten nicht mehr weg zu denken.

Presseaussendung vom 7.3.2018:


Die Ergebnisse der Studie sind über Fortbildungsangebote und Beratung des Instituts für Jugendkulturforschung zugänglich:

Österreichische HBSC Ergebnisse im internationalen Vergleich

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (Sozialministerium) hat nun die Ergebnisse des internationalen Vergleichs publiziert:

 

Worum es geht:
An der HBSC-Studie nahmen in den letzten eineinhalb Jahrzehnten jeweils um die 40, größtenteils europäische, Länder teil.
Dieses Factsheet widmet sich den österreichischen Ergebnissen im internationalen Vergleich.
Zur besseren Übersichtlichkeit beschränkt sich die Darstellung der Ergebnisse auf einen Vergleich Österreichs mit den beiden jeweils am besten und am schlechtesten abschneidenden Ländern, Deutschland und der Schweiz sowie dem internationalen Gesamtergebnis.

 

DOWNLOAD:


Hier geht's zur Seite des Sozialministeriums

Studien zu Auswirkung von E-Zigaretten

Rauchen ist in Österreich ein allerorts viel diskutiertes Thema. Während man sich hierzulande noch eher mit der Vergangenheit befasst, stehen die nächsten Herausforderungen aber bereits vor der Tür.

Der Verkauf von E-Zigaretten bringt unzweifelhaft Veränderungen des Tabak- bzw. Nikotinkonsumverhaltens mit sich – insbesondere bei Jugendlichen. Unschlüssig ist man sich aber noch, welche Auswirkungen diese haben werden.

Zwei Studien (in den USA durchgeführt) kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen:
 

  • Levy et al. (2017):
    In einem Szenario, in dem alle Raucher_innen auf e-Zigaretten umsteigen, gehen die Autor_innen davon aus, dass es über einen Zeitraum von 10 Jahren zu 1,6 - 6,6 Millionen weniger frühzeitigen Todesfällen und weniger verlorenen Lebensjahren kommt. Am stärksten würden dabei die jüngeren Altersgruppen profitieren, deren Lebenserwartung sich am meisten erhöhen würde.
    LINK ZUR STUDIE

  • Soneji et al. (2018):
    Auf der Grundlage von Volkszählungs-, und Surveydaten sowie der aktuellen Literatur berechnen die Autor_innen mit Hilfe eines statistischen Simulationsmodells den Einfluss von E-Zigarettenkonsum auf das Rauchverhalten der US-Bevölkerungskohorte:
    Die Ergebnisse zeigen zwar, dass durch den Umstieg auf E-Zigaretten etwa 2.070 Raucher_innen im Alter zwischen 25 und 69 Jahren zu Rauchen aufhören würden, jedoch würden gleichzeitig etwa 168.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 29 Jahren zu rauchen beginnen („herkömmliche“ Zigaretten) und in der Folge zu täglichen Raucher_innen werden.
    LINK ZUR STUDIE

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