Interaktionen
Dezemberausgabe 2011 der Jugend inside
Egbert Daum: Wie Kinder und Jugendliche sich Räume aneignen. Der öffentliche Raum wandelt sich. Zu beobachten ist ein zunehmender Prozess der Kommerzialisierung und gleichzeitig eine Verdrängung von missliebigen Personen, z.B. von Armen und Wohnungslosen, von „Randgruppen“ jedweder Art (vgl. Simon 2007).
Perspektiven sozialräumlicher Jugendarbeit
Autor: Mag. Dr. Richard Krisch
Der Blickwinkel einer sozialräumlichen Orientierung der Jugendarbeit, in der „Pädagogik des Jugendraums“ von Böhnisch und Münchmeier 1990 grundgelegt, hat die pädagogische Ausrichtung der Offenen Jugendarbeit maßgeblich beeinflusst. Offene Jugendarbeit wird in diesem pädagogischen Konzept in ein unmittelbares Verhältnis zum sozialräumlichen Umfeld, dem Stadtteil, der Region und den Lebensräumen von Kindern und Jugendlichen gesetzt. Begriffe wie ‚Streifräume’, ‚Erlebnisräume’, ‚Erfahrungsräume’, ‚Freiräume’, ‚Bildungsräume’ gehören mittlerweile zum selbstverständlichen Sprachgebrauch der Jugendarbeit. Sie sind Ausdruck dafür, dass der Blickwinkel einer sozialräumlichen Orientierung der Jugendarbeit aus pädagogischen Konzepten nicht mehr wegzudenken ist.
Freiräume sind Lernräume für Selbstorganisation, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe
Autor: Dr. phil. Heinz Schoibl

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Diverse Forschungsprojekte zu Fragen örtlicher und regionaler Jugendpolitik (z.B. zu interkultureller Jugendarbeit, Leitbildentwicklung für kommunale Jugendarbeit, Rahmenplanung für örtliche und regionale Jugendpolitik etc.) belegen, dass der öffentliche Raum häufig nur sehr verkürzt mit Blick auf jene Jugendliche thematisiert wird, die sich schwerpunktmäßig an informellen Treffpunkten und bevorzugt im öffentlichen Raum aufhalten. Weitergehende Fragestellungen nach der Funktion, Gestaltung bzw. Qualität des öffentlichen Raumes, wie sie z.B. im Rahmen der Stadtforschung (vgl. z.B. Mobiler Ort) behandelt werden, bleiben in jugendpolitisch fokussierten Arbeiten zumeist ausgeklammert.



