Literaturliste
In dieser Rubrik findest du Literaturtipps aus verschiedenen Thmenbereichen rund um die Offenen Jugendarbeit, die dir nützlich sein können, wenn du dein theoretisches Wissen vertiefen möchtest. Wir freuen uns natürlich auch über deine Literaturipps, die du vielleicht mit anderen teilen möchtest! Schicke uns einfach ein kurzes Mail an
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mit Autor/Titel/Verlag.
- Offene Jugendarbeit
- Qualitätsmanagement
- Jugendpolitik
- Jung sein allgemein
- Freizeit
- Geschlechtbezogenes Arbeiten
- Diversität
- Interaktionen (auch Sozialraumorientierung)
- Jugendkultur
- Politische Bildung und Partizipation
- Bildung und Arbeit
- Gesundheit und Prävention
- Natur
- Jugendsozialarbeit
1. Offene Jugendarbeit
Ulrich Deinet / Benedikt Sturzenhecker (Hg.), 2003: Handbuch Offene Jugendarbeit. Münster: Votum Verlag
Dieses Buch, welches das Wissen von über 70 Expertinnen und Experten zusammenfasst, richtet sich an die Praxis der offenen Jugendarbeit. Der Alltag dieses Handlungsfelds, Zielgruppenanalysen, Konzepte und Methoden werden beleuchtet und tragen so zu einem besseren Verständnis des Arbeitsbereichs Offene Jugendarbeit bei. Perspektiven für eine weiterführende Entwicklung und Qualitätssicherung werden thematisiert mit dem Ziel der Stärkung der Jugendarbeit.
koje (Hg.), 2008: Das ist offene Jugendarbeit. Hohenems: Bucher Verlag
Ein Sammelwerk aus eindrucksvollen "Best-Practise-Modellen" für ein qualitativ hochwertiges Arbeiten mit jungen Menschen liefert dieses Buch. Vorarlberg ist - auch international - bekannt für seine Pionierarbeit im Bereich Offene Jugendarbeit. In einem wissenschaftlich begleiteten Prozess haben sich Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter den Fragen nach Standortbestimmung, Selbstverständnis und der Positionierung und der Anwendung und Wirkung von unterschiedlichen Methoden und Angeboten sowie deren Entwicklungspotentialen gestellt.
Dachverband Offene Jugendarbeit Schweiz DOJ (Hg.), 2007: Offene Kinder- und Jugendarbeit in der Schweiz: Grundlagen für Entscheidungsträger und Fachpersonen. Moosseedorf: DOJ
Die Publikation spiegelt den Arbeitsprozess der Offenen Jugendarbeit Schweiz wider, der bei der Jahrestagung 2005 der OJA in die Wege geleitet wurde. Thema dort war die Professionalisierung der Jugendarbeit. Eines war besonders auffallend und zog sich durch die ganze Tagung: der immense Bedarf an Identifikationsmöglichkeiten. Es braucht Leitplanken, um auf die Fragen der Offenen Jugendarbeit eingehen zu können.
2. Qualitätmanagement
Markus Wüst, 2004: Qualitätsplanung und -evalution in der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Hamburg: Verlag Dr. Kovac
Mit diesem Buch versucht Markus Wüst eine praxisnahe Form der Qualitätsplanung und -evaluation für Konzeptionen pädagogischer Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln. Zwei Aspekte werden dabei besonders berücksichtigt: einerseits die Entwicklung einer explizit pädagogischen Planung. Andererseits geht es bei der Entwicklung der Qualitätsplanung um die direkte Konfrontation mit den Qualitätsbestimmungen der DIN-EN-ISO-Normen, der wissenschaftlichen Qualitätslehre sowie dem „Total Quality Management“- Ansatz. Inwieweit kann Offene Kinder- und Jugendarbeit überhaupt mit den in diesen Ansätzen vertretenen Vorstellungen beschrieben werden? Welche Folgerungen ergeben sich daraus? Wie sehen Qualitätsprüfungen aus?
Peter-Ulrich Wendt, 2005: Selbstorganisation Jugendlicher und ihre Förderung durch kommunale Jugendarbeit. Hamburg: Verlag Dr. Kovac
Selbstverwaltung, Partizipation und Selbstorganisation sind seit mittlerweile 40 Jahre Bestandteil jenes Teils der Offenen Jugendarbeit, welcher sich in den 60er Jahren von den althergebrachten Konzepten der Jugendhäuser emanzipiert hat. Eine Untersuchung, mittels derer Einstellungen und Deutungsmuster professioneller Mitarbeiter der kommunalen Jugendarbeit in Erfahrung gebracht werden sollen, macht den Kern der Arbeit von Peter-Ulrich Wendt aus. Dabei behandelt er auf empirischer Basis die Frage nach dem Stellenwert von Selbstverwaltung und Selbstorganisation im Handlungskonzept der Professionellen, den Hindernissen für die Selbstorganisation Jugendlicher, sowie nach den Modellen und Instrumenten, die die Förderung der Selbstorganisation begünstigen.
Joachim Merchel, 2009: Qualitätsmanagement in der Sozialen Arbeit. Weinheim: Juventa
Für die zentralen Fragestellungen und methodischen Ausrichtungen des Qualitätsmanagements der Sozialen Arbeit werden hier Orientierungen geboten. Es wird verdeutlicht, dass das Qualitätsmanagement der Sozialen Arbeit nicht einfach aus dem industriellen Bereich oder anderen Wirtschaftssektoren übernommen werden kann. Vielmehr bedarf es hier der genauen Reflexion des jeweiligen Arbeitsbereichs.
3. Jugendpolitik
Hendrik Otten / Peter Lauritzen (Hg.), 2004: Jugendarbeit und Jugendpolitik in Europa. Wiesbaden: Vs Verlag
Neben der Beschäftigung mit qualitativ gesellschaftlichen Veränderungen in Europa diskutiert das Werk die Auswirkungen auf die Jugend und mögliche Konsequenzen für die europäische Jugendarbeit und -politik. Ihr Buch geht der Frage nach, wie ein Europa als Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung geschaffen sein muss, damit junge Menschen die Möglichkeit haben, ihre Adoleszenz erfolgreich gestalten zu können.
Lynne Chisholm / Siyka Kovacheva, 2002: Exploring the European Youth Mosaic. The social situation of young people in Europe. Straßburg: Council of Europe
Dieser Bericht liefert einen Überblick über die soziale Situation junger Menschen in Europa. Dieser durchzieht sich durch die Teilstaaten Europas und nimmt außerdem auch eine globale Perspektive ein. Kernthemen des Buches sind Erziehung, Training und Beschäftigung, Familienleben und Wohnsituation sowie gesellschaftliche und politische Beteiligung.
IJAB- Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. (Hg.), 2008: Kinder- und Jugendpolitik, Kinder- und Jugendhilfe in der Bundesrepublik Deutschland. Strukturen Institutionen, Organisationen. Bonn: Eigenverlag
Eine nützliche Arbeitshilfe für alle Akteurinnen und Akteure im Arbeitsfeld Kinder und Jugend in Deutschland, Europa und weltweit ist dieses Handbuch. Auf fast 800 Seiten erhalten die Leserinnen und Leser einen Überblick über die kinder- und jugendrelevanten Gesetze und Themen in der Bundesrepublik Deutschland, aber auch Ziele und Maßnahmen der Bundesministerien Jugend und andere. Die Publikation ist in drei Sprachen erschienen und von großem Nutzen für den internationalen Austausch von Fach- und Führungskräften.
Land Steiermark, Fachabteilung 6A-Landesjugendreferat (Hg.), Jugendarbeit und Heimat. Versuch einer interdisziplinären Auseinandersetzung. Verlag: Jugendarbeit und Jugendpolitik. ISBN NR: 978-3-9502783-09
Eine Sammlung von Beiträgen zum Heimatbegriff, ausgehend der wertstatt///09, der Fortbildungsreihe des Landesjugendreferats Steiermark, in Kooperation mit dem Fachstellennetzwerk, dem Landesjugendbeirat Steiermark und dem Steirischen Dachverband der Offenen Jugendarbeit.
Graz, 1. Auflage. Gefördert vom Land Steiermark, Ressort für Bildung, Jugend, Frauen und Familie.
Kontakt: www.wertstatt.steiermark.at
4. Jung sein allgemein
Joseph Chilton Pearce, 2005: Die magische Welt des Kindes und der Aufbruch der Jugend. Freiamt im Schwarzwald: Arbor Verlag
Joseph Chilton Pearce beschreibt den Aufbruch der Jugend als eine kraftvolle Zeit im Kontext der sexuellen und spirituellen Entwicklung. Was verbirgt sich hinter psychischen und sozialen Problemen Jugendlicher? Pearce kritisiert herkömmliche Erziehungsmethoden und gibt mit diesem Buch einen Leitfaden zur Hand, wie wir zur Entfaltung des geistigen und kreativen Vermögens von heranwachsenden jungen Menschen beitragen können.
Klaus Hurrelmann, 2009: Lebensphase Jugend: Eine Einführung in die sozialwissenschaftliche Jugendforschung. Weinheim: Juventa
In diesem Buch wird die jugendliche Lebensphase als eine turbulente und belastende und zugleich anregende und ertragreiche Zeit vorgestellt, die ausschlaggebend für das zukünftige Erwachsensein ist. Der Autor geht von einer eigenständigen Lebensphase aus, deren innere Gliederung sich jedoch sehr vielfältig und -schichtig und auch unübersichtlich darstellt. Diese Unübersichtlichkeit zieht sich durch alle relevanten Lebensbereiche junger Menschen und hat sowohl soziale als auch psychische Konsequenzen. Durch den psychologisch-soziologischen Doppelansatz ist diese Analyse gut geeignet das Spannungsverhältnis zwischen Individuation und Integration aufzuarbeiten.
Christian Friesl, 2001: Experiment Jung-Sein. Wien: Czernin Verlag
Der zweite von drei Bänden zur "Europäischen Wertestudie" widmet sich nach den Erwachsenen nun der jugendlichen Bevölkerung in Österreich. Schwerpunkte der Studie sind Lebensgefühl und -zufriedenheit, Religion und Glaube, Schule und Politik, Solidarität in der Gesellschaft sowie Wissenschaft und Forschung. Der Bericht schöpft aus zweierlei Quellen: einerseits einer qualitativen Untersuchung in Form von Interviews mit Jugendlichen, andererseits liefert eine quantitative Untersuchung repräsentative Ergebnisse.
5. Freizeit
David Meissner, 1999: Abenteuer Teeniegruppe. Welver: Conrad Stein Verlag
Dieses Outdoor- Handbuch versucht zu zeigen, dass Jugendliche die perfekten Partnerinnen und Partner für abenteuerliche Unternehmungen sind. Neben den Eigenschaften Flexibilität und Neugier zeichnen sich junge Menschen vor allem auch durch Begeisterungsfähigkeit. Dieses Buch gibt den (angehenden) Outdoorpädagogen und -pädagoginnen eine Einführung in die Pädagogik und die Planung eigener Unternehmungen. Vor allem aber macht es Lust auf ein Engagement für junge Teenager-Abenteurer und -Abenteurerinnen.
Reinhold Popp / Marianne Schwab (Hg.), 2003: Basiswissen Pädagogik. Pädagogische Arbeitsfelder 6. Pädagogik der Freizeit. Hohengehren: Schneider Verlag
In diesem mehrperspektivisch angelegten Forschungsprojekt wird analysiert, welche Auswirkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht das Spannungsfeld der pädagogischen Freizeitforschung zwischen Erziehungs- und Freizeitwissenschaft hat. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die pädagogischen Handlungsfelder im Bereich Freizeit? Und welche freizeitpädagogischen Methoden eignen sich dann für die in infrasturkturellen Einrichtungen tätigen Pädagoginnen und Pädagogen?
Horst W. Opaschowski, 2008: Einführung in die Freizeitwissenschaft. Wiesbaden: Vs Verlag
Im 21. Jahrhundert hat die Freizeit eine ganz andere Bedeutung als noch in den Nachkriegszeiten der 50er und 60er Jahre oder in der sogenannten Wohnstandzeit bis zum Ende der 90er Jahre. Sowohl eine steigende Arbeitslosigkeit als auch eine steigende Lebenserwartung prägen das Phänomen Freizeit zu Beginn des dritten Jahrtausends. Lebensstandardsicherung, Armutsvermeidung und Gesundheitserhaltung machen den ehemaligen Wohlstandsfaktor Freizeit zu einer ökonomischen wie sozialen Frage: Wie kann ich die Lebensqualität erhalten und sichern - für mich und die nachfolgenden Generationen?
6. Geschlechtsbezogenes Arbeiten
Margitta Kuntert-Zier, 2005: Erziehung der Geschlechter: Entwicklungen, Konzepte und Genderkompetenz in sozialpädagogischen Feldern. Wiesbaden: Vs Verlag
Im Mittelpunkt der Studie von Kuntert-Zier steht die bewusste Erziehung der beiden Geschlechter und ihre Beziehungen zueinander. Die Autorin zeigt neue Wege einer Pädagogik auf, die auf die Demokratisierung der Geschlechterverhältnisse abzielt. Die empirische Untersuchung von ExpertInnenaussagen weiblicher und männlicher Fachkräfte aus der außerschulischen Jugendarbeit über ihre Erfahrungen und Anforderungen geschlechtsbewusster Erziehung ist Kernstück des Buchs.
Günther Anfang (Hg.), 2005: Von Jungen, Mädchen und Medien. Theorie und Praxis einer geschlechtsbewussten und -sensiblen Medienarbeit. München: kopaed
Für alle, die sich über den Stand der geschlechtsbezogenen Mediennutzung informieren wollen und die Grundlagen einer genderorientierten Medienarbeit kennen lernen wollen, ist dieses Buch interessant. Neben Artikeln über den geschlechtsspezifischen Umgang mit Medien werden auch Projekte vorgestellt, die beispielhaft Modelle praktischer Medienarbeit mit Mädchen- und Jungengruppen aufzeigen. Das Buch bietet Pädagoginnen und Pädagogen unterschiedliche Möglichkeiten, Medienprojekte durchzuführen, vor allem auch im Bereich Gewaltspiele.
Christiane Wortberg, 1997: Bye, bye Barbie. Münster: Unrast Verlag
Das Taschenbuch von Christiane Wortberg ist nicht nur für diejenigen interessant, die beruflich mit dem Thema zu tun haben. Vor allem ist es hilfreich und zieht die Handlung (sexueller) Gewalt heraus aus ihrem Intimbereich und mitten rein in den gesamtgesellschaftlichen Kontext, wie das Fuldaer Stadtblatt 1/98 meint. Wortberg möchte Mädchen und junge Frauen anregen, sich von einem anderen Standpunkt zu sehen und damit auch selbstbewusst nach außen aufzutreten.
7. Diversität
koje / okay.zusammenleben (Hg.), 2007: 2gethere. Interkulturelle Jugendarbeit in Vorarlberg. Hohenems: Bucher Verlag
2gethere stellt einen Leitfaden für Jugendprojekte im Bereich interkultureller Arbeit dar. In einem mehrjährigen wissenschaftlichen Prozess wurde gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren im interkulturellen Kontext - vor allem aus dem Bereich Offene Jugendarbeit - versucht, die Potentiale ihrer Arbeit, ihre Erfahrungen und ihr Wissen sichtbar und damit auch für andere zugänglich zu machen. Die im Buch ausgewählten und analysierten Projekte handeln von der Suche nach Heimat, Anerkennung, Identität und Orientierung und tragen damit zum "2 get here" - zum "wahrhaften" Ankommen bei.
Petra Sallaba, 2008: Von der Ausländerpädagogik zur Diversität: Der Blickwinkel Diversität als Herausforderung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Saarbrücken. VdM Verlag Dr. Müller
Wie in vielen Bereichen, so ist auch in der Jugendarbeit ein grundlegender Perspektivenwechsel in der Migrationspolitik und -arbeit im Gange. Nicht mehr die Annahme einer homogenen Kultur oder Gesellschaft steht im Zentrum, sondern vielmehr die Vielfalt und interkulturelle Dynamik des täglichen Lebens. Petra Sallaba hat selbst mehrere Jahre im Verein Wiener Jugendzentren gearbeitet und ist eine praxisnahe Expertin in diesem Bereich.
Georg Auernheimer (Hg.), 2008: Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität. Wiesbaden: Vs Verlag
Was an diesem Buch auffällt, ist die eigenwillige Positionierung trotz des stets wachsenden Angebots an Literatur zum Thema Interkulturalität und Kompetenz. In den verschiedenen Beiträgen dieses überarbeiteten Bands wird deutlich, wie wichtig die Fähigkeit zur Reflexion im interkulturellen Kontext ist. Für professionell pädagogisch Handelnde ist das Buch besonders lesenswert und dient als fundierte fachliche Grundlage.
8. Interaktionen (auch Sozialraumorientierung)
Ulrich Deinet (Hg.), 2009: Methodenbuch Sozialraum. Wiesbaden: Vs Verlag
Hier werden theoretische Grundlagen und aktuelle Methoden für unterschiedliche Bereiche der Sozialen Arbeit vorgestellt: von der Kinder- und Jugendarbeit über regionale Jugendarbeitsgemeinschaften und die Öffnung der Schule bis hin zur Seniorenarbeit. Virtuelle und reelle Sozialräume werden diskutiert und Methoden werden beschrieben, die sich dieser Räume bedienen. Spezielle Projekte und methodische Verfahren für die besonderen sozialräumlichen Bedingungen des ländlichen Raums werden in diesem Buch vorgestellt.
Lothar Böhnisch / Richard Münchmeier, 1993: Pädagogik des Jugendraums. Zur Begründung und Praxis einer sozialräumlichen Jugendarbeit. Weinheim: Juventa
In ihrem ersten Band "Wozu Jugendarbeit" haben die beiden Autoren eine neue sozialpädagogische Kategorie und Leitlinien für eine sozialräumlich orientierte Pädagogik entwickelt. Welche Arbeitsprinzipien sich daraus für die Jugendarbeit ergeben und wie diese am sinnvollsten in der praktischen Arbeit umzusetzen ist, behandelt dieser zweite Band. Er ist ein wichtiger Beitrag zur pädagogischen Diskussion in der Jugendarbeit und daran angrenzende Handlungsfelder und richtet sich sowohl an Haupt- und auch Ehrenamtliche als auch an Aus- und Weiterbildung.
Antje Wilton, 2008: Lachen ohne Grenzen. Eine gesprächsanalytische Untersuchung zu Scherzkommunikation in zweisprachigen Interaktionen. München: Iudicium Verlag
Wie können Mitglieder einer Gruppe lachen ohne Grenzen, wenn diese sich aus Menschen unterschiedlicher Muttersprache und unterschiedlichem Background zusammensetzen? In ihrer empirischen Studie geht Antje Wilton dieser Frage nach. Sie analysiert die Gespräche einer solchen Gruppe detailliert und zeigt auf, wie Menschen in interkulturellen Situationen ihre Dialoge kreativ und witzig gestalten.
9. Jugendkultur
Beate Großegger / Bernd Heinzelmeier (Hg.), 2003: Jugendkultur-Guide. Wien: öbv&hpt- Verlag
Der Jugendkultur-Guide ist die Überblicksammlung über jugendkulturelle Strömungen im deutschsprachigen Raum. Er informiert über die wichtigsten jugendkulturelle Strömungen, angefangen bei den populärsten Musikszenen, über trendige Funsportgemeinden bis hin zu den jugendlichen Subkulturen, die sich als Radikalopposition zur Mehrheitsgesellschaft deklarieren. Im Serviceteil befinden sich zahlreiche Serviceadressen von Info- und Beratungseinrichtungen aus ganz Österreich.
Klaus Farin, 2002: generation-kick.de. Jugendsubkulturen heute. München: C. H. Beck
Nach Farin ist der "Generation kick" das Einzige Label, das man jungen Leuten heute noch verbindend aufdrücken kann. Um der Langeweile zu entkommen, sind Jugendliche stets auf der Suche nach dem nächsten "Kick", auf der Suche nach dem, was provoziert, was auffällt und was andere nicht tun. Den Begriff "Subkulturen" verwendet der Autor, um die Lebenswelten junger Menschen zu analysieren und darzustellen, dass es nicht "die Jugend" gibt, genauso wenig wie es "die Jugendkultur" gibt. Allen gemeinsam aber ist die Schaffung eines Zusammengehörigkeitsgefühls, um sich von der Erwachsenenwelt abzugrenzen, sei es durch Musik, durch Outfits oder durch Körpersprache.
Gabriele Rohmann (Hg.), 2007: Krasse Töchter. Mädchen in Jugendkulturen. Berlin: Archiv der Jugendkulturen
Ob im HipHop oder im Metal, ob im Punk, im Techno oder bei den Skins - Jugendkultur ist fast immer Jungenkultur. Dennoch gibts es zahlreiche Mädels in den verschiedenen Jugendszenen. Wie erleben sie "ihre Subkultur? Wie sind sie auf Szenen verteilt? Was schreckt sie ab? Welche Einstellungen zu Drogen, Sex, Beziehungen und Gewalt haben Mädchen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen? Diesen und anderen Fragen geht der Sammelband in eindrücklicher Weise nach.
10. Politische Bildung und Partizipation
Benno Hafeneger (Hg.), 2005: Kinder- und Jugendpartizipation. Im Spannungsfeld von Interessen und Akteuren. Leverkusen-Opladen: Barbara Budrich Verlag
Einen guten Überblick über die aktuelle Diskussion zum Thema Kinder- und Jugendpartizipation in Deutschland liefern die verschiedenen Autoren und Autorinnen dieses Buchs. Durch die lesefreundliche Schreibweise und vielen lebendigen Beispiele bietet es ein hervorragenden Einstieg und ein brauchbares Werkzeug in das breite Handlungsfeld Partizipation mit Kindern und Jugendlichen. Die einzelnen Beiträge entstanden im Rahmen des "Projekts "Partizipation und interkulturelle Bildung".
Verein Wiener Jugendzentren (Hg.), 2008: Partizipation. Zur Theorie und Praxis politischer Bildung in der Jugendarbeit. Wien: Eigenverlag
Dieses Buch bietet tiefe Einsicht in die Theorie und Praxis politischer Bildung in der Offenen Jugendarbeit. Eine demokratische Gesellschaft braucht Möglichkeiten, in denen Demokratie real erlebt werden kann. Dieses Potential steckt in der Offenen Jugendarbeit als sozialen Ort der Beteiligung und Mitsprache. Die Publikation des Vereins Wiener Jugendzentren enthält Beiträge von hochkarätigen Expertinnen und Experten.
ForumPolitischeBildung (Hg.), 2009: Herrschaft und Macht. Informationen zur politischen Bildung Band Nr. 31. Wien: Eigenverlag
In diesem Themenheft werden die Begriffe "Macht" und "Herrschaft" von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Anhand der Beiträge wird praxisorientiert aufgezeigt, wie Macht und Herrschaft als Thema des geschichtlichen und politischen Unterrichts kombiniert mit Themenfeldern wie Politik und politische Systeme, Geschlechterhierarchien, Wirtschaft Öffentlichkeit oder Schule vermittelt werden können. Zahlreiche Unterrichtsbeispiele können bereits ab der 7. Schulstufe in den Lehrplan eingebaut werden.
11. Bildung und Arbeit
Benedikt Sturzenhecker / Werner Linder (Hg.), 2004: Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit. Vom Bildungsanspruch zur Bildungspraxis. Weinheim: Juventa
Kinder- und Jugendarbeit hat einen Bildungsauftrag und erhebt somit den Anspruch auch Bildung zu sein. Doch was müssen professionell Tätige in ihrer Arbeit tun, um den Anforderungen nach Bildung in ihrer täglichen Praxis gerecht zu werden? Diese Frage versucht das Buch auf neue Weise zu beantworten: TheoretikerInnen und PraktikerInnen haben sich zusammen getan und entwerfen gemeinsam in konkreten Projekten die Umsetzung des Bildungsanspruchs.
Hans-Uwe Otto / Thomas Rauschenbach (Hg.), 2008: Die andere Seite der Bildung: Zum Verhältnis von formellen und informellen Bildungsprozessen. Wiesbaden: Vs Verlag
Durch die Forderung einer grundlegenden Veränderung des Erziehungs- und Bildungswesens ist im deutschsprachigen Raum eine Bildungsdebatte entbrannt. Vor allem konzentriert sich diese auf das schulische Segment. Wie sieht es aber im außerschulischen Bildungsbereich, wie etwa in der Kinder- und Jugendhilfe aus? Genau dieser anderen Seite der Bildung versucht diese pädagogische Veröffentlichung nachzugehen. Nach Auffassung der Autoren sollten die formellen und informellen Lernprozesse miteinander vernetzt werden.
Wolfgang Zacharias (Hg.), 1995: Sinnenreich: Vom Sinn der Bildung der Sinne als kulturell-ästhetisches Projekt. Hagen: Kulturpolitische Gesellschaft
In der sowohl konkreten als auch geistigen Auseinandersetzung mit der soziokulturellen Lebenswelt ist das Ziel der Bildungsbemühung jeweils verantwortlich handelnde Menschen. Dafür aber bedarf es einer kritischen Reflexion und einem Paradigmenwechsel in Bezug auf das Kriterium der Effizienz von Schulbildung. Einen wichtigen Beitrag in dieser Diskussion liefert dieses Buch mit seiner Anthropologie der Sinne.
12. Gesundheit und Prävention
Gerald Koller (Hg.), 2005: Highmat. Erzählkreise zu Jugend, Rausch und Risiko. Maria Enzersdorf: Edition Roesner
Der Rausch ist ein Thema, welches provoziert und ein Phänomen, das durch öffentliche Moral in unserer Gesellschaft gerne tabuisiert wird. Dennoch zieht es sich durchzieht es den persönlichen und gesellschaftlichen Alltag in vielfältiger Weise. In drei viele Genres umfassenden Erzählkreisen werden Tabus in Frage gestellt und rauschhafte Erlebnisse - nicht aber die Sucht - als Ressource für eigenverantwortliches, individuelles Lebensglück und gelingende Beziehungen postuliert, sowie die Grundlage für einen bewussten Umgang mit Rausch und Risiko geschaffen.
Nora Bellutti, 2006: Risikoverhalten und Alkoholkonsum bei Jugendlichen: Risikowahrnehmung, Sensation, Seeking, Self-Monitoring. Vdm Verlag Dr. Müller
Risikoverhaltensweisen bei Jugendlichen treten vor allem dann auf, wenn die Problemlösungskompetenz für die Bewältigung von altersspezifischen Konflikten und Anforderungen nicht ausreicht. Das Erlernen eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol und psychoaktiven Mitteln ist vor allem entscheidend, denn die Muster der Problembewältigung werden auch im Erwachsenenalter verwendet. Persönlichkeitsmodelle und ihre Beziehung zu Risikoverhalten und die theoretischen Grundlagen solchen Verhaltens besonders im Bezug auf Alkohol werden in diesem Buch behandelt.
Günther Gugel, 2009: Handbuch Gewaltprävention II: Für die Sekundarstufen und die Arbeit mit Jugendlichen. Institut für Friedenspädagogik
Gewaltprävention darf sich nicht in einem "gegen Gewalt" erschöpfen, sondern soll Handlungs- und Lebensperspektiven eröffnen, welche Gewalt überflüssig machen. Zwar hat dieses Handbuch vor allem die Bereiche Erziehung und Bildung im Blick, doch verweist es stets auch hin auf die Notwendigkeit einer institutionellen und gesellschaftlichen Einbeziehung. Inhaltlich wird an wissenschaftliche Erkenntnisse über sinnvolle Gewaltprävention angeknüpft und diese dann für die Praxis aufbereitet.
13. Natur
Hubert Kölsch / Franz Wagner, 2004: Erlebnispädagogik in der Natur. München: Ernst Reinhardt Verlag
Dieses Praxishandbuch für EinsteigerInnen beschäftigt sich im ersten Teil vor allem mit der Planung und Durchführung der praktischen Arbeit: Wie kann ich ein sinnvolles erlebnispädagogisches Programm organisieren? Wie kann ein solches Vorhaben finanziert werden? Welche Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden? Im zweiten Teil stellen die Autoren konkrete erlebnispädagogische Methoden wie Initiativübungen oder Aktivitäten in Wäldern, in den Bergen oder auf dem Wasser vor.
Stefan Lutz-Simon / Richard Häusler (Hg.), 2006: Parallelwelten: Jugendliche und Umweltbildung. oekom Verlag
Jugend und Umwelt scheinen parallele Welten zu sein, wie Politik, Schule und Pädagogik das Desinteresse Jugendlicher an Umweltthemen beklagen. Den auf einer Tagung entstandenen Diskurs, welcher diesem Thema auf den Grund geht, versucht dieses Buch an die Öffentlichkeit zu bringen: Liegt die Ursache vielleicht doch eher in der Erwachsenenwelt, die ihre Fähigkeit zum Dialog noch nicht entwickelt hat? In dieser Veröffentlichung findet sich ein breites Spektrum an Antworten.
Herbert Österreicher, 2006: Natur- und Umweltpädagogik für sozialpädagogische Berufe. Troisdorf: Bildungsverlag EINS
Dass die Ressourcen unserer Erde nicht unerschöpflich sind und dass wir dabei sind unsere Lebensgrundlage zu zerstören sehen wir täglich in den Nachrichten. Um noch eine kleine Chance zur Rettung der Erde zu wahren müssen wir schnellstens und grundsätzlich umdenken. Aufgabe der Natur- und Umweltpädagogik ist es, solche Verhaltensänderungen zubewirken. Herbert Österreichers Buch will hierfür praktische Anregungen geben und stellt die Neugierde und Lernfreudigkeit junger Menschen ins Zentrum seiner Arbeit.
14. Jugendsozialarbeit
André Richter, 2006: Die Erziehung des Sozialen. Juventa
Über viele Jahrzehnte galten vor allem die USA als Schrittmacher einer hohen Leistungs- und Gestaltungsfähigkeit pädagogischer Handlungsformen und Strukturen. In seinem Buch behandelt André Richter die Entwicklung von Bildungslandschaften in den USA und stellt sich folgende Fragen: Lässt sich immer noch von dem amerikanischen Modell lernen? Gibt es in den Staaten ein anderes pädagogisches Verständnis und welche Einflüsse sind dafür maßgeblich? Aus welchem Grund ist das Verhältnis von schulischer und außerschulischer Erziehung anders gelöst als im deutschsprachigen Raum?
Efeu / koje / Friedensbüro Salzburg (Hg.), 2007: Nichts passt. Fachreader zu Gewaltprävention in der Arbeit mit Jugendlichen. Wien / Salzburg / Bregenz
Die drei Vereine, die diese Publikation herausgaben, haben einiges gemeinsam: Sie sind in der Gewaltprävention tätig und gehören der "Plattform gegen die Gewalt in der Familie" an, tauschen gerne ihre Erfahrungen aus und sind an Theorie und Praxis der Gewaltprävention interessiert. Aus diesem Grund haben sie gemeinsam einen Fachreader zusammengestellt, der Einblick in ihre Arbeit gibt und andererseits Zugänge zum Thema Gewaltprävention sichtbar macht. Dies soll zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit und zu Diskussionen anregen.
Friedensbüro Salzburg / Der Lichtblickkk / Efeu / Mafalda / koje / (Hg.), 2008: Nichts passt 2. Fachreader zur geschlechtsbezogenen Pädagogik und Gewaltprävention. Salzburg / Wien / Bregenz / Innsbruck / Neusiedl / Graz
Der Titel dieses Readers "Nichts passt" bezieht sich auf ein Interview mit einem Jugendlichen aus dem ersten, im Jahr 2007 erschienenen Reader. Diese Assoziation bringt viel über die Lebenswelt der Jugendlichen zum Ausdruck. Der Themenschwerpunkt ist den Herausgebenden Vereinen ein besonderes Anliegen. Gewalt und Gewaltprävention sind immer in Zusammenhang mit Geschlechterverhältnissen zu sehen. Die Tatsache von Geschlechterhierarchien, Geschlechterrollen, Männlichkeits- und Weiblichkeitsbilder sind mitverantwortlich für die derzeitigen Gewaltverhältnisse, und dieses Phänomen ist sowohl in der Gewaltprävention in der Familie als auch in der Jugendarbeit relevant.



