Qualitätshandbuch Offene Jugendarbeit in Österreich
Qualität und Offene Jugendarbeit
Offene Jugendarbeit ist ein dynamisches Arbeitsfeld, welches sich ständig weiterentwickelt – sowohl inhaltlich als auch methodisch-fachlich. Diese Charakteristik wie auch die föderale Verankerung von Offener Jugendarbeit in Österreich sind die Gründe, dass wir die Diskussion rund um Standards und Rahmenbedingungen für Offene Jugendarbeit mit einem österreichweiten Handbuch anregen, bereichern und weiter entwickeln wollen.
Das nun vorliegende österreichische Qualitätshandbuch der Offenen Jugendarbeit wurde in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend so wie den VertreterInnen aus den Landesjugendreferaten entwickelt und beschreibt wesentliche Elemente und Eckpfeiler von Qualität. Es ist eine Einladung an die Offene Jugendarbeit, die Qualität des eigenen Tuns ständig weiter zu entwickeln, es enthält aber auch Anregungen für EntscheidungsträgerInnen die sich mit qualitativ hochwertiger Jugendarbeit auseinandersetzen wollen.
Um die Fachlichkeit in der Offenen Jugendarbeit und die Qualität ihrer Angebote zu gewährleisten, braucht diese Form der Jugendarbeit entsprechende gute und gesicherte Rahmenbedingungen: finanzielle und personelle Ressourcen, fachlich gut ausgebildete MitarbeiterInnen, eine allgemeine gesellschaftspolitische Akzeptanz und Anerkennung als wichtiges Bildungs- und Sozialisationssystem für junge Menschen und ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen AuftraggeberInnen und den mit der Umsetzung von Offener Jugendarbeit Beauftragten.
Umsetzung in die Praxis: Qualitätsdialoge und Workshops
Wer die Qualität der Offenen Jugendarbeit definieren, sie bewerten oder gar steuern möchte, braucht als Grundlage eine Verständigung darüber, was die Offene Jugendarbeit eigentlich beinhaltet und leisten soll. Als ein exemplarisches und praktikables Modell, das aus unserer Sicht einen großen Nutzen für alle beteiligten „SystempartnerInnen“ in einer Region haben kann, die sich mit Offener Jugendarbeit beschäftigen, wird daher in diesem Handbuch das Modell der Qualitätsdialoge ausführlicher vorgestellt. Dabei steht das partnerschaftliche Verhältnis zwischen AuftraggeberInnen, SystempartnerInnen und den mit der Umsetzung von Offener Jugendarbeit Beauftragten im Vordergrund.
Das Modell der Qualitätsdialoge wird derzeit in mehreren Regionen in Österreich im Rahmen von Pilotprojekten erprobt: auf Länderebene in Vorarlberg und Tirol, auf Einrichtungsebene in Kärnten. Die Erfahrungen der Pilotprojekte sollen in weiterer Folge ausgewertet und im Jahr 2012 für alle Bundesländer nutzbar gemacht werden.
Viele von euch werden sich vielleicht fragen „Und wie soll ich das alles in die Praxis umsetzen?“. Darum wird bOJA ab 2012 Workshops anbieten, in denen es darum geht, sich intensiv mit Inhalt und Anwendung des Qualitätshandbuchs vertraut zu machen. Support bekommst du natürlich auch bei den bOJA-VertreterInnen in deinem Bundesland bzw. im bOJA-Büro.
Verbreitung des Qualitätshandbuchs
Das Qualitätshandbuch kann hier auf der bOJA-Homepage heruntergeladen werden.
Print-Exemplare wurden an die Landesnetzwerke verteilt. Bei
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können weitere Exemplare angefordert werden.
Natürlich wurde auch den Landesjugendreferaten das Qualitätshandbuch übermittelt. In manchen Bundesländern gab es auch schon Gelegenheiten zu offiziellen Übergaben, wie z.B in:
- Oberösterreich: im Juli 2011 Übergabe an Landesrätin Mag.a Doris Hummer durch die bOJA-Vorstandsmitglieder Karin Peham-Strauss und Roderich Winkler
- Tirol: im September 2011 Übergabe an Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf im Zuge des OJA-Trägertreffens durch bOJA-Vorstandsmitglied Lukas Trentini.
- Steiermark: Übergabe geplant am 17. im Oktober 2011 am steirischen Tag der Offenen Jugendarbeit
Wir freuen uns auf die gemeinsame, kontinuierliche Weiterentwicklung mit allen, die das Thema berührt!
Bei weiteren Fragen und Anregungen in Bezug auf das Handbuch „Qualität in der Offenen Jugendarbeit in Österreich“ freuen wir uns über jede Kontaktaufnahme und Rückmeldung an das Büro unter
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