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EU-Förderungen und Offene Jugendarbeit

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Nahezu jede/r von euch merkt es in der täglichen Arbeit: Die Rahmenbedingungen für professionelle Jugendarbeit sind vielfach eine Herausforderung für die tatsächliche Arbeit mit jungen Menschen. Kürzungen und Einsparungen bzw. Diskussionen rund um unzureichende Budgets stehen immer wieder im Raum. Der Wunsch und die Notwendigkeit nach mehr finanziellen Ressourcen, um den Ideen und Potentialen rund um Begleitung und Förderung von jungen Menschen Rechnung zu tragen, sind stets gegenwärtig.



In diesem Zusammenhang tauchen immer wieder folgende Fragen auf:

  • Können die zahlreichen Förderprogramme der EU auch von der Jugendarbeit genutzt werden?
  • Wenn ja, wie?
  • Woher bekomme ich die Informationen?
  • Wie bereite ich einen Antrag richtig vor?
  • usw.

Diese und ähnliche Fragen standen am 22.03.2010 in Graz zur Debatte - bei der Informationsveranstaltung "EU-Förderungen und Offene Jugendarbeit". Einige der EU-Förderprogramme wurden von EU-Förder-Experten Dr. Georg Müller von "Auxilium" vorgestellt. Nährers zu dieser Veranstaltung kannst du hier nachlesen.


Es lohnt sich, sich ein bisschen Zeit zu nehmen, um die einzelnen Programme genauer anzuschauen, denn es gibt viele Möglichkeiten Förderungen für innovatiove Projekte zu bekommen.


Hier findest du einen ganz kurzen Überblick über die einzelen Förderprogramme von und für Jugendliche:

  1. Programm Europa für BürgerInnen
  2. Programm für lebenslanges Lernen
    4 Unterprogramme:
    • Comenius - Schulbildung
    • Erasmus - Hochschulbildung
    • Leonardo da Vinci - Berufsaus- und Weiterbildung
    • Grundtvig - Erwachsenenbildung
    4 Querschnittsprogramme:
    • Politische Zusammenarbeit
    • Sprachenlernen
    • IKT - Informations- und Kommunikationstechnologie
    • Verbreitung
    • Jean Monnet - Europäische Integration
  3. Daphne:
    Ziele: Schutz von Kindern, Jugendlichen und Frauen vor jedlicher Form von Gewalt sowie Positive Beeinflussung von Gesundheitsschutz, Wohlbefinden und sozialem Zusammenhang
  4. Public Health
  5. Jugend in Aktion


Ganz generell gilt für (die meisten) EU-Förderungen:

  • Projektorientierung (dh, sie müssen klare Ziele, Inhalte und Erebnisse haben sowie einen plausiblen Arbeitsplan aufweisen)
  • Transnational (es muss eine europäische Partnerschaft geben)
  • Innovativ (etwas Neues muss vorgestellt werden)
  • Ko-finanzierung (dh, man benötigt eine Drittfinanzierung bzw. Eigenmittel)
     

Die Durchführung eine EU-finanzierten Projektes stellt jedoch auch Anforderungen. Nicht vergessen sollte man daher auch folgende Punkte:

  • Motivation und Durchhaltekraft sind gefragt!
  • Sprache (vor allem Englisch, zB Aufsetzten und Verstehen von Verträgen mit PartnerInnen, etc)
  • Interkulturelles Verständnis
  • Ressourcen (sowohl finaziell als auch personell)
  • Transparenz der Systeme (Abrechnung ...)
  • Ideen und Innovation
  • Einhaltung von Fristen und Terminen


(Quelle: Auxilium)