Ohne dich wäre es hier schöner
Setze ein Zeichen gegen rassistische und nationalisitische Beschmierungen
Nachfolgend findest du das Konzept eines Projekts, welches das Jugend- und Stadteilzentrum come2gether als Kooperationsprojekt mit bOJA durchführt:
Das Jugend- & Stadtteilzentrum come2gether (Anm.: in weiterer Folge kurz mit c2g abgekürzt) ist eine offene Freizeiteinrichtung des Trägers Verein Wiener Jugendzentren und setzt auf der einen Seite Angebote für die Zielgruppen Kinder, Teenies und Jugendlichen und auf der anderen Seite gemeinwesenorientierte Angebote für die Zielgruppe Frauen. Ein zentraler Arbeitsansatz ist die Förderung des generationenübergreifenden Dialogs im Stadtteil Erdberg.
Bevor auf die Entstehung des geplanten Projekts „Ohne dich wäre es hier schöner“ eingegangen wird, folgt vorab zum besseren Verständnis eine kurze Erklärung über den Sozialraum Erdberg in dem das c2g beheimatet ist.
Der 3. Wiener Gemeindebezirk, Landstraße, wird laut Bezirksplan in drei große Teile gegliedert – Landstraße, Weißgerber und Erdberg. Bestimmte Gebiete des Stadtteils Erdberg gelten als Zielgebiet des Stadtentwicklungsplans – und das nicht ohne Grund.
Während an den Außengrenzen („Neu“-Erdberg) des Sozialraums viele innovative Bauprojekte geplant bzw. zum Teil schon umgesetzt werden, sind typische Charakteristika des inneren Teils Erdbergs („Alt“-Erdberg) seine dichte Bebauung, viele (zum Teil baufällige) Substandardhäuser und verhältnismäßig viele große Gemeindebauanlagen, wenige Grünflächen, starkes Verkehrsaufkommen (welches die Lebensqualität zusätzlich beeinträchtigt), eine zunehmende Verödung der Erdgeschosszonen (durch steigendes Geschäftesterben), ein höherer Anteil an BewohnerInnen mit Migrationshintergrund als in den beiden übrigen Bezirksteile sowie Ansätze einer „Ghettoisierung“. Etwas überzeichnet (und nicht statistisch erhoben) dargestellt könnte man sagen, dass sich die Wohnbevölkerung des Stadtteils mit dieser, weniger befriedigenden, Lebensqualität abgefunden hat und
… hier beginnt die Entstehung der Projektidee …
ihre Unzufriedenheit unter anderem dadurch zum Ausdruck bringt, dass die Beschmierung der Häuserfassaden mit rassistischen, nationalistischen und fremdenfeindlichen Zeichen und Symbolen im Stadtteil immer stärker zunehmen. Dabei handelt es sich erstens um ganz offene rechtsradikale Symbole (Hakenkreuze), zweitens um Codezahlen mit rechtsradikalem Hintergrund (z.B. Zahlencodes wie 88, 14, …), drittens um fremdenfeindliche Sprüche (wie z.B. „Neger raus“ uvm.) und viertens um Zeichen und Symbole durch die BewohnerInnen mit Migrationshintergrund ihre nationalistische Haltung zum Ausdruck bringen (insbesondere türkische, kurdische, serbische und kosovo-albanische Abkürzungen).
Diese Beschmierungen sind zwar Wienweit zu finden und kein Erdberg-spezifisches „Problem“ aber das Team und die Leitung des c2g sehen es als Teil der gemeinwesenorientierten Arbeit diese Beschmierungen möglichst breit zu thematisieren und mit dem Projekt „Ohne dich wäre es hier schöner“ ein Zeichen zu setzten. Ziel des Projekts ist, mit den zuständigen EntscheidungsträgerInnen in Kontakt zu treten und (Auch wenn in einer Zusammenfassung des Instituts für Graffiti-Forschung von [Dieter Schrage] und [Norbert Siegl] empfohlen wird, dies nicht zu tun.) eine Übermalung der rassistischen/nationalistischen/fremdenfeindlichen Symbole, Zeichen und Parolen zu bewirken.
Strategie
Zielgruppe
„Ohne dich wäre es hier schöner“ ist als gemeinwesenorientiertes Projekt konzipiert. Es sollen möglichst viele unterschiedliche Zielgruppen angesprochen und eingebunden werden. Beginnend mit den jugendlichen (1) und erwachsenen Frauen (2) des c2g, über Be-wohnerInnen (3) des Stadtteils Erdberg bis hin zu SchülerInnen der umliegenden Schulen. Eine ganz wichtige Aufgabe wird darüber hinaus sein, EntscheidungsträgerInnen (BezirkspolitikerInnen, Hauseigentümer, zuständige Personen von Wiener Wohnen) ein-zubinden.
(1) Die Zielgruppe Jugendliche:
Die jugendlichen BesucherInnen des c2g sind zwischen 13 und 19 Jahren alt. Der Großteil von ihnen wohnt im Stadtteil Erdberg bzw. im 3. Bezirk. Eine Gemeinsamkeit vieler ist, dass sie aus finanziell schlechter gestellten Familien kommen. Die Zahl derer, die von der angespannte Lehrstellen- und Arbeits-situation betroffen sind, ist relativ hoch. Cirka 70% der BesucherInnen sind zwar in Österreich geboren und sind auch österreichische StaatsbürgerInnen, haben aber einen migrantischen Hintergrund. Den größten Anteil stellen Jugendliche aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien und der Türkei.
Ein nicht zu geringer Prozentsatz der BesucherInnen mit Migrationshintergrund hat, trotz langer Aufent-haltsdauer (oder Geburt) in Österreich, eine sehr enge Bindung zu ihrem Herkunftsland. Anders ausgedrückt kann man auch sagen, dass sie starke nationalistische Einstellungen haben.
(2) Die Zielgruppe Frauen:
Die erwachsenen Besucherinnen des c2g kommen fast alle aus dem Stadtteil Erdberg. Da die Betriebszeiten des c2g für diese Zielgruppe immer an Vormittagen sind, handelt es sich bei den Gästen hauptsächlich um Mütter in der Karenz, Hausfrauen, arbeitslose und arbeitssuchende Frauen oder Pensionistinnen. Hinsichtlich Herkunft gibt es eine sehr große Vielfalt. Die Besucherinnen sind Österreicherinnen ebenso wie Frauen aus der Türkei, dem arabischen Raum, aus dem ehemaligen Jugoslawien, osteuropäischen Staaten, Afrika und Asien.
(3) Stadtteil-BewohnerInnen:
Im Stadtteil Erdberg leben laut demographischen Daten der MA 62/MA 14 (Stand Dezember 2008) rund 30.000 Personen. Der Anteil der BewohnerInnen mit Migrationshintergrund ist im Vergleich zu anderen Teilen des 3. Bezirks etwas höher. Diese Vielfalt der Kulturen wird einerseits als Stärke des Stadtteils aber andererseits auch als Problembereich (Begründung hierfür sind u.a. die fehlende Integration und die Bildung von Ghettos mit über 50% MigrantInnen-Anteil) gesehen [Ergebnis einer Bezirksanalyse der Lokalen Agenda 21].
Mit dem Projekt „Ohne dich wäre es hier schöner“ wollen die Verantwortlichen neben den Zielgruppen (1) und (2) auch die Stadtteil-BewohnerInnen ansprechen und für das Thema rassistische und nationalistische Beschmierungen sensibilisieren.
Ziel und Wirkungen
Welche Ziele sollen mit den Projektinhalten und den Methoden realisiert werden?)
Ebenso vielschichtig wie die Zielgruppen die mit „Ohne dich wäre es hier schöner“ angesprochen und erreicht werden sollen, sind die Ziele die sich die Projektver-antwortlichen gesetzt haben.
1) Thema „Rassismus / Nationalismus / Fremdenfeindlichkeit“ im Stadtteil öffentlich machen
2) Politische Bildung (Was steckt hinter bestimmten Symbolen und warum sind diese rassistisch/nationalistisch/fremdenfeindlich?)
3) Sensibilisieren und sichtbar machen: Beschmierungen nicht einfach als Gegebenheit hinnehmen sondern, wenn man(n)/frau sich betroffen fühlt, dafür einsetzen, dass Beschmierungen entfernt werden.
4) Entfernen
Das letzte Ziel, auch wenn den Projektverantwortlichen bewusst ist, dass dies wahrscheinlich nicht unmittelbar passieren wird, ist, dass die zuständigen Entscheidungsträger die Übermalung der öffentlich gemachten Symbole und Zeichen veranlassen.
Thema rassistische/nationalistische/fremdenfeindliche Zeichen und Symbole öffentlich machen:
Dies soll mit mehreren Methoden passieren. Erstens wird es eine eigene Seite auf der Homepage des c2g geben auf der möglichst viele unterschiedliche Symbole und Zeichen, die eindeutig oder versteckte rassistische/nationalistische/fremdenfeindliche Aussagen haben, aufgelistet und erklärt werden (Politische Bildung). Zweitens wird versucht werden (Diese Methode ist natürlich immer vom Wohlwollen der Redakteure abhängig. Erste Ankündigungen und Vorgespräche hat es aber schon gegeben.) mit Beiträgen über das Projekt in den lokalen Printmedien des Bezirks erwähnt zu werden. Und drittens ist zu Beginn des Projekts eine große Bewerbung mittels Plakaten im Stadtteil, in Geschäften und anderen sozialen Einrichtungen (mit denen es gute Vernetzungskontakte gibt) vorgesehen. Auf diesen Plakaten wird auch der Hinweis auf die Homepageseite deutlich vermerkt werden.
Sensibilisieren und sichtbar machen:
Alle Zielgruppen die sich angesprochen fühlen bekommen die Möglichkeit Beschmierungen entweder selbst mit Fotos zu dokumentieren und diese an die Projektverantwortlichen zu schicken oder Orte, auf denen ihnen Beschmierungen aufgefallen sind, telefonisch oder persönlich bei den Projektverantwortlichen zu melden. In weiterer Folge wird mit den Personen (so diese das wollen) Kontakt aufgenommen, die Orte aufgesucht (gegebenenfalls mit Fotos dokumentiert) und die Beschmierungen mit einem Symbol (wahrscheinlich einer Blume mit Erklärungskarte) überklebt (ohne dadurch eine Straftat in Bezug auf Sachbeschädigung zu verursachen). Die überklebten Beschmierungen werden ebenfalls mit Fotos festgehalten.
Die gesammelten Fotos werden im Rahmen einer Ausstellung präsentiert, zu der auch BezirkspolitikerInnen und zuständige EntscheidungsträgerInnen (die die Entfernung in die Wege leiten könnten/sollen) eingeladen werden.
Entfernen:
Ob mit dem Projekt „Ohne dich wäre es hier schöner“ schlussendlich auch wirklich eine Entfernung der vorhandenen Beschmierungen erreicht wird ist natürlich noch offen und liegt nur mehr teilweise im Einflussbereich der Projektverantwortlichen. Was diese aber auf jeden Fall mit Nachdruck weiterverfolgen werden, ist, dass die zuständigen EntscheidungsträgerInnen (Hauseigentümer, Wiener Wohnen) sich nicht aus der Verantwortung ziehen können.
Welche Wirkungen sind mit der Projektumsetzung zu erwarten?
Auf der Ebene der Jugendlichen
Die erwarteten/erhofften Wirkungen, die mit dem Projekt „Ohne dich wäre es hier schöner“ bei der Zielgruppe Jugendliche (bzw. auch schon Teenies) erzielt werden sollen, reichen von Aufklärung (Was bedeuten gewisse Symbole und Zeichen und weshalb sind sie als rassistisch/nationalistisch zu verstehen?) und Sensibilisierung über mehr Zivilcourage zeigen bis hin zu bewussteres Wahrnehmen des Sozialraums. Außerdem erwarten sich die Verantwortlichen, dass mit dem Projekt die Diskussionskultur bezüglich Rassismus/Nationalismus mit den Jugendlichen verbessert wird.
Auf der Ebene der JugendarbeiterInnen
Die Projektverantwortlichen wollen mit „Ohne dich wäre es hier schöner“ vor allem aufzeigen, dass rassistische/nationalistische und fremdenfeindliche Beschmierungen nichts zum friedlichen Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft im Stadtteil beitragen. Mit der Möglichkeit für die interessierten BewohnerInnen sich über die Homepage des c2g zu informieren, was warum als rassistisches/nationalistisches Zeichen und Symbol gesehen werden kann, wollen die Verantwortlichen einerseits Aufklärungsarbeit machen und andererseits ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Nationalismus im Sozialraum setzen.
Auf der Ebene des Gemeinwesens
Das Projekt „Ohne dich wäre es hier schöner“ richtet sich nicht nur an jene Zielgruppen - die Teenies, Jugendlichen und erwachsenen Besucherinnen – die die Angebote des c2g nutzen sondern wird so öffentlich sein, dass sich alle interessierten BewohnerInnen des Gemeinwesens beteiligen können/sollen. Bei der Zielgruppe StadtteilbewohnerInnen steht ebenfalls Information, Aufklärung und Sensibilisierung im Vordergrund. Im Zuge der Fotoausstellungen im öffentlichen Raum (1. Ausstellung am Internationalen Nachbarschaftstag, 2. Ausstellung im Herbst) soll mit einer breiteren Öffentlichkeit über das Thema Rassismus und Nationalismus diskutiert werden.
Sonstige
EntscheidungsträgerInnen (insbesondere BezirkspolitikerInnen und Verantwortliche von Wiener Wohnen)
Umsetzung: Maßnahmen und Inhalt
Fotodokumentation – Ausstellungen – kulturelles Fest – laufende Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit
Informationsseite auf der Homepage des c2g:
Auf www.c2g.jugendzentren.at wird eine Seite eingerichtet werden. Auf dieser können sich die Interessierten erstens über die unterschiedlichen rassistischen/nationalistischen Zeichen und Symbole informieren (welche gibt es, was bedeuten sie), zweitens mehr über die Ziele des Projekts erfahren und drittens erfahren wie man(n)/frau sich beteiligen kann.
Öffentlichkeitsarbeit:
Die Bewerbung erfolgt mittels Plakaten. Die Projektverantwortlichen werden versuchen diese in möglichst vielen Geschäften und öffentlichen Plätzen des Sozialraums plakatieren zu dürfen.
Begehung und Dokumentation:
Orte, an denen rassistische/nationalistische Beschmierungen gesichtet bzw. die den Projektverantwortlichen von Jugendlichen/BewohnerInnen genannt werden, werden begangen, die Beschmierungen mit Fotos und Ortsangabe dokumentiert und auf der Homepage veröffentlicht.
Fotoausstellung:
Die dokumentierten Beschmierungen werden das erste Mal am Internationalen Nachbarschaftstag öffentlich ausgestellt. (In einem großen Gemeindebau, in dem das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichster Herkunft immer wieder zu Konflikten führt und in dem besonders viele rassistische/nationalistische Beschmierungen zu finden sind.) An diesem Tag wird es auch eine Aktion geben bei der alle bis dahin bekannten Plätze mit Beschmierungen aufgesucht und die Beschmierungen mit einem Symbol (wahrscheinlich einer Blume) überklebt werden.
Kontakt mit EntscheidungsträgerInnen:
Während des ganzen Projektzeitraums werden die Projektverantwortlichen laufend mit EntscheidungsträgerInnen des Bezirks und Wiener Wohnen Kontakt halten, ihnen die Fotos weiterleiten und eine Übermalung der Beschmierungen urgieren.
Fest der Kulturen:
Zum Abschluss des Projekts (Oktober/November 2009) wird es ein großes kulturelles Fest mit Buffet, Live-Auftritten und einer 2. Fotoausstellung geben.
Andere beteiligte Personen / Einrichtungen:
Die VernetzungspartnerInnen des c2g (Gebietsbetreuung, Agenda 21, Kinderfreunde, Verein Juvivo, Nachbarschaftszentrum, Bezirkspolitik aber auch Mieterbeiräte von Gemeindebauten im Stadtteil) werden das Projekt ebenfalls bewerben.
Bei der ersten Fotoausstellung am Internationalen Nachbarschaftstag wird sich die Gebietsbetreuung Städtische Wohnhausanlagen intensiver beteiligen.
Eine erste Zwischenbilanz:
Der Stadtteil wurde seit dem Projektstart wiederholt mit „Ohne dich wäre es hier schöner“-Plakaten geschmückt. In den Geschäften in denen die Projektverantwortlichen plakatieren durften war das Feedback durchwegs positiv.
Das c2g-Team hat bis jetzt mehr als 40 Beschmierungen gesichtet und auf der Homepage veröffentlicht. Längere Begehungen waren dafür nie erforderlich – gefunden wurden sie in einem Umkreis von maximal einem Kilometer. Diese Stadtteilbegehungen und Dokumentation von Beschmierungen werden bis zum Projektende fortgesetzt werden.
„Ohne dich wäre es hier schöner“ hat es auf die Titelseite der Landstraßer Ausgabe des Bezirksblatts (siehe Artikel unten) „geschafft“ und damit eine breite Öffentlichkeit erreicht. Die Zugriffe auf die Homepage sind, vor allem in den Tagen nach der Veröffentlichung, sprunghaft gestiegen.
Die erste Fotoausstellung am Internationalen Nachbarschaftstag, in genau jenem Gemeindebau, in dem die meisten Beschmierungen vorhanden sind und dokumentiert wurden, führte zu einer Reihe von interessanten Gesprächen und Diskussionen mit Stadtteil- BewohnerInnen.
Was bisher noch nicht erreicht wurde, ist, dass BewohnerInnen dem c2g Beschmierungsorte mailen oder Orte bekannt geben. Daher wird es in den nächsten Wochen noch eine Reihe weiterer Plakatierungsaktionen und eine zweite Fotoausstellung im September auf einem öffentlichen Platz geben.
WIENER BEZIRKSBLATT LANDSTRAßE, AUSGABE 6/09, SEITE 1 UND 3:
Jugendzentrum setzt Zeichen gegen rassistische Beschmierungen
Rassismus soll keine Chance bekommen
Hetzparolen, Beschmierungen etc. findet man überall im öffentlichen Raum. Auf Hausmauern, in Parks, auf Parkbänken und in vielen Gemeindebauten werden die Schmierereien immer mehr.
So auch im Bezirksteil Erdberg, wo sich Dutzende von Symbolen, Zeichen und Parolen mit rassistischen, fremdenfeindlichen oder nationalistischen Aussagen finden. Solche Schmierereien sind nicht nur hässlich anzusehen, sondern führen auch dazu, dass sich Personen oder ganze Personengruppen ausgegrenzt und abgewertet fühlen. Das Stadtteilzentrum come2gether (c2g) startete daher jetzt eine Aktion gegen Beschmierungen. „Wenn Ihnen Zeichen, Symbole und Parolen mit nationalistischen, rassistischen oder fremdenfeindlichen Aussagen auffallen, können Sie diese dem c2g melden“, erklärt Projektinitiator Jörg Fackelmann die Aktion.
Gemeinsam gegen Diffamierungen
„Alle Beschmierungen, die dem c2g mitgeteilt werden, werden fotografiert und auf der Homepage veröffentlicht und auch erklärt. Sie können aber auch selbst Fotos machen und dem c2g schicken“, so Fackelmann weiter. Als erste Aktion des Stadtteilzentrums wurden anlässlich des „Europäischen Nachbarschaftstages“ am 26. Mai alle nationalistischen, rassistischen und fremdenfeindlichen Beschmierungen mit Blumen überklebt.
Bei der Aktion „Ohne dich wäre es hier schöner“ geht es nicht um eine Wertung der unterschiedlichen Zeichen, Symbole und Parolen durch die andere Personen, Gruppen oder ganze Nationen diffamiert werden oder mit denen sogar zu feindseligen Handlungen gegen diese aufgerufen wird, können und sollen gemeldet werden.
Kontakt:
Jugend- & Stadtteilzentrum come2gether (c2g)
Projektverantwortlicher: Jörg Fackelmann
1030 Wien, Baumgasse 75
Tel.: 01/713 47 26 oder 0676/89 70 60 430
E-Mail:
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Homepage: www.c2g.jugendzentren.at



