ifp-Fachtagung Jugend und Bildung
Bevor es Ende November die Möglichkeit gibt, sich mit der Rolle der Offenen Jugendarbeit in der Bildungs- und Beschäftigungslandschaft bei der bOJA-Fachtagung in Dornbirn auseinanderzusetzen, ist es sinnvoll, Anspruch und Selbstverständnis der Jugendarbeit noch mal genauer in den Blick zu rücken. Deshalb möchten wir besonders auf die Fachtagung des wienXtra – instituts für freizeipädagogik (ifp) hinweisen: Jugendarbeit und Bildung - Doing education?!
Termin: 11.10.2011, 9:00-17:00
Ort: Bildungszentrum der AK Wien, 1040 Wien, Theresianumgasse 16-18
Fußballvereine, Tanzkurse, Klavierstunde – Jugendliche verbringen immer mehr ihrer Freizeit in Institutionen. Leistungsdruck und Verwertungslogik stehen dabei oft im Vordergrund. JugendarbeitInnen hingegen schaffen pädagogische Angebote, die auf Freiwilligkeit basieren. Sie bieten kreative Räume zur Entfaltung, zahlreiche Möglichkeit der Mitbestimmung und vielfältige Angebote, den eigenen Erfahrungshorizont in Auseinandersetzung mit anderen zu erweitern. Aber was müssen Jugendliche wirklich lernen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können? Welchen Beitrag kann die Jugendarbeit zur Lebensbewältigung auch in der Zukunft leisten?
Das ifp lädt ExpertInnen aus verschiedenen Fachgebieten dazu ein, Stellung zu beziehen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Bildungspotentiale von Jugendarbeit besser sichtbar gemacht werden können:
Den Auftakt der Tagung gestaltet Mag. Bernhard Heinzlmaier, Mitbegründer und Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung. Er geht der Frage nach, was Jugendliche wirklich lernen müssen. Mag. Sabine Liebentritt, Geschäftsführerin von bOJA Österreich, geht auf die Bildungspotentiale und Grenzen von Jugendarbeit ein: Was kann sie und wo sind ihre Grenzen? Dr. Burkhard Müller, Professor der Universität Hildesheim, befasst sich in seinem Vortrag mit informellem Lernen in der Jugendarbeit.
In einer Podiumsdiskussion debattieren VertreterInnen aus Jugendarbeit, Politik und Schule über Bildungsanspruch und Bildungsverständnis der Jugendarbeit. Der Tag bietet die Möglichkeit, gemeinsames Arbeiten zu intensivieren, Netzwerke zu (re-) aktivieren, über das eigene Selbstverständnis nachzudenken und einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu werfen.
Die Anmeldung ist bis zum 27.9.2011 möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Infos und Anmeldung unter http://www.ifp.at/tagung-und-diskussionen/
Wer sich jetzt schon mit den Themen auseinandersetzen will, findet in der ifp-Bibliothek interessante Literatur, z.B.:
Burkhard Müller, Susanne Schmidt, Marc Schulz: Wahrnehmen können. Jugendarbeit und informelle Bildung. Freiburg im Breisgau 2008.
Beate Großegger, Bernhard Heinzlmaier: Die neuen vorBilder der Jugend. Stil- und Sinnwelten im neuen Jahrtausend. Wien 2007.
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (Hrsg.): 6. Bericht zur
Lage der Jugend in Österreich Jugend aus Sicht der Wissenschaft (Teil A) Jugendarbeit (Teil B). Wien 2011.



